(Todes-) Urteil für KaZaA gefällt


Die Musikindustrie bezeichnet es als großen Erfolg und Sharman Networks als Teilerfolg.

KaZaA wurde durch das Urteil verpflichtet, alle Urheberrechtsverletzungen zu unterbinden - innerhalb von zwei Monaten müssen entsprechende Voraussetzungen geschaffen werden. An der gleichen Vorgabe ist bereits Napster gescheitert, dessen Version 2.0 mittlerweile als kostenpflichtiger Dienst in Konkurrenz zu iTunes steht.

Für die Musikindustrie ist KaZaA direkt verantwortlich für millionenfache Rechtsverletzung, hohe Umsatzeinbußen und den Verlust zahlreicher Arbeitsplätze. Dass durch die P2P Software mal ein großer Schaden verursacht wurde, ist sicher richtig. Wie man aber selber erkannt hat, sind bei KaZaA "Probleme mit Computerviren, Spyware und jugendgefährdenden Inhalten an der Tagesordnung". Dass die Software aber längst keinen so großen Zuspruch mehr erhält, hat man wohl nicht mehr geschlussfolgert. De facto hat das Urteil meiner Meinung nach nur noch symbolischen Charakter, dass die Umsätze der Musikindustrie dadurch steigen bezweifle ich jedoch. Wer sich bisher illegale Dateien beschafft hat, kann das sicher auch weiterhin - über viele Wege.

Bei Sharman bezeichnet man es noch als Teilerfolg, da die Betreiber selbst nicht haften. Eine ebenso zweifelhafte Interpretation...

(derStandard.at/Web, SpOn)
geschrieben am 2005-09-06 18:30 von Max in: Software



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